22.10.22: Ankunft in Durban

Der Flug mit der türkischen Airline ist uuurlange – ich sitze neben Nina und schau ihr neidig beim Schlafen zu – während ich damit kämpfe irgendeine Position zu finden. Dabei können die Leute von der Airline echt nix dafür. Service, Essen und Entertainment sind absolut perfekt – nur die Flugzeit….Für mich steht fest: am Rückflug schnorre ich mir eine dieser Schlaftabletten von Nina.

Sabine, du hast vergessen zu erwähnen, dass dein Sitz eigentlich 2 mal vergeben war, und ein Papa mit seiner Tochter deinen Sitzplatz bereits okkupiert hatte – dadurch hast du allerdings die Möglichkeit beim Schopf ergriffen, deinen Wunsch, nicht allein zu sitzen, durchzusetzen und hast eine 2er Reihe ergattert und mich zu dir beordert 

Zwischenlandung in Johannesburg – er Flieger leert sich. Hinter uns sitzen 4 junge Männer, Österreicher, die sich lauthals darüber unterhalten mit welcher Munition sie jetzt wohl den Elefanten schießen werden. Ich kann Nina nur schwer davon abhalten ihnen ins Gesicht zu springen. Jetzt fällt mir ein Gespräch beim Einchecken in Wien wieder ein: Neben mir steht ein junger Mann mit einem langen, flachen Gepäckstück. Auf meine Frage, was da drinnen ist, antwortet er: Musikinstrumente. Eine Minute später höre ich, wie die Dame am Schalter meldet: wir haben 4 Waffen an Bord.

Als du mir das beim Check In Schalter gesagt hast, hab ich noch gedacht, du machst einen blöden Witz, um uns zu erschrecken…

Meine Naivität kennt wirklich keine Grenzen.

Ich hoffe die 4 haben sich selbst ins Bein geschossen.

Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich Mitleid empfinde, wenn in der Regenbogenpresse dann ab und zu mal berichtet wird, dass eine passionierte Trophäenjäger, so ein vertrottelter Großstadtmöchtegernmacho, von einem Löwen gefressen, Büffel in die Luft geschleudert oder sonst irgendwie vom Blitz getroffen wird, das Karma ist mir manchmal zu langsam…

Als wir zur Landung in Durban ansetzen kann ich es kaum glauben – WIR HABEN ES GESCHAFFT: Afrika, wir freuen uns auf Dich

unser Gastgeber holt uns ab und während er das Mietauto checkt, gehen wir Kaffeetrinken. Wir sitzen in T Shirts im Freien in der Sonne und beginnen langsam in den Urlaubsmodus zu gleiten.

Ich kann mich noch so gut an das erste Mal erinnern, als ich nach Durban kam, vor knapp 25 Jahren: Heiß und schwül, Durban hat ein tropisches Klima, hohe Luftfeuchtigkeit, und dadurch ganzjährig eine unheimlich tolle Vegetation, die Luft ist ganz anders als bei uns und es fühlt sich jedes Mal an, wie Heimkommen für mich  diesmal war es warm aber Gott sei Dank nicht all zu heiß und schwül, das kann nämlich schon auch sehr anstrengend werden.

Als erstes möchte ich von unserem jungen Kellner das Wort für „danke“ lernen – unter viel Gelächter und Ausgebessere schaffe ich es dann: „ngiyabonga”.

Sabines offene und fröhliche Art, mit den Menschen zu sprechen, kommt bei den Afrikanern unheimlich gut an, sie bekommt so auch jede Menge Information und es wird unheimlich viel gelacht!

Mit einem riiiiesigen Hyundai werden wir in ein Bed and Breakfast in einem Vorort von Durban gebracht und wir lernen seine Mitbewohner kennen: die beiden Hunde und den Tigerkater.

dieser Feigenbaum überdeckt den Parkplatz vor dem Haus und begrüßt uns gleich als Allererster

Ich fühle mich gleich zu Hause.

Afrika macht sich schon bemerkbar…

Sabine und Mutti wohnen beide im Haupthaus mit je einem Zimmer samt Badezimmer en suite und Julia und ich haben einen eigenen kleinen Bungalow im Garten. Augenblicklich beziehen wir die Zimmer und sind alle rundum zufrieden

Das Abendessen schaffen wir, aber danach fallen wir in die wunderbaren Betten – bis morgen!

wer wacht über unseren Schlaf? Boris natürlich